TELE-KASPER
Steckbrief

TELEmedizinisches Kompetenznetzwerk „Antibiotic Stewardship in PEdiatRics“
Ziel
Hinweis: Dieses Projekt ist abgeschlossen.
Übergeordnetes Ziel von TELE-KASPER ist es, der zunehmenden Antibiotika-Resistenzentwicklung entgegenzuwirken und das Risiko für mögliche gesundheitliche Spätfolgen eines unkritischen Antibiotikaeinsatzes zu reduzieren. Des Weiteren wird die Verbesserung der stationären Versorgung von Kindern mit Infektionen sowie mittelfristig die Reduktion multiresistenter Erreger im Krankenhaus durch einen geringeren und indikationsgerechteren Antibiotika-Einsatz angestrebt. Auf lange Sicht soll das Konzept in die Regelversorgung als neue Versorgungsform etabliert werden und sukzessive medizinisches Personal in dem sogenannten Antibiotic Stewardship geschult werden.
In der Pilotphase wird das Experten-Team der Haunerschen Kinderklinik des LMU Klinikums zehn Kinderkliniken im Münchner Umland über 27 Monate hinweg beraten. Auch an den anderen Standorten wird eine entsprechende Anzahl von Kliniken im Umland unterstützt, so dass am gesamten TELE-KASPER-Netzwerk insgesamt 35 nicht-universitäre Kinderkliniken beteiligt sind. Zu Beginn steht primär der Aufbau eines infektiologischen Netzwerks, das mittels
Telemedizin
und einer
App
(Web-App) als zentrales Kommunikationsmittel Kinderärzten der teilnehmenden umliegenden Krankenhäuser zum Einsatz von Antibiotika beratend zur Seite stehen wird.
Mit der
App
sollen verschiedene Optionen geboten werden: Sie wird einen Antiinfektiva-Leitfaden sowie ein Nachschlagewerk für Ärzte enthalten. Zudem können über diese
App
auch gezielt Anfragen gestellt und Patientenfälle geschildert werden. Eine Antwort gibt es entweder direkt per Kurznachricht oder auch per Video-Fallkonferenz in Form eines telemedizinischen Konsils. Geplant sind außerdem wöchentliche Fallkonferenzen mit mehreren Partnern sowie Fortbildungen für medizinisches Personal.
Beteiligte
Konsortialführung:
LMU Klinikum, Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, München
Konsortialpartner:
Universitätsklinikum Halle, Klinische Infektiologie
Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Homburg
Universitätsmedizin Essen, Klinik für Kinderheilkunde I
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik
Förderung
Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.
Laufzeit
01.10.2020 - 30.09.2023