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Der ATLAS stellt vor: Das NRW Förderprojekt SALUS

Steckbrief

Logo SALUS

Selbsttonometrie und Datentransfer bei Glaukompatienten zur Verbesserung der Versorgungssituation

Ziel

Hinweis: Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Das

Glaukom

– auch grüner Star genannt – ist eine der häufigsten chronischen Augenerkrankungen. In Deutschland sind fast eine Millionen Menschen davon betroffen und un- oder schlecht behandelt können Erkrankte erblinden.

Glaukom

ist keine reine Alterserkrankung, allerdings steigt die Neuerkrankungsrate mit zunehmendem Alter.

Die Behandlung des Glaukoms basiert in der Regel maßgeblich darauf, den Augeninnendruck (IOD) zu senken. Das Projekt SALUS möchte deshalb untersuchen, ob die Glaukom-Versorgung flächendeckend optimiert werden kann, wenn Betroffene ihren IOD in häuslicher Umgebung mit sogenannten Selbsttonometern regelmäßig messen. Die selbst erhobenen Werte fließen dabei in ambulante Tagesdruckprofile ein, die über eine

App

sowohl von den behandelnden Augenärzten in den Praxen und Kliniken als auch vom Patienten selber eingesehen werden können. Bei kritischen Werten, kann der niedergelassene Augenarzt die Behandlung direkt anpassen. Insgesamt sollen rund 990 Patienten in dieser Form behandelt werden. Sie werden eingewiesen, wie sie das Messgerät nutzen sollen und wie oft sie täglich messen müssen, so dass sie über eine Woche in ihrem Alltag ihren Augeninnendruck selbst messen anstatt für drei Tage stationär in einer Klinik aufgenommen zu werden. Im Anschluss werden die Ergebnisse mit der gleichen Anzahl an Patienten, die regulär versorgt wurden, verglichen. Wichtige Kriterien sind dabei die Wirksamkeit und die Kosten der Selbsttonometrie im Vergleich zur Standardversorgung. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 5,3 Millionen gefördert.

Im Erfolgsfall kann durch die ambulante Selbstmessung eine frühzeitige Anpassung der Glaukom-Behandlung erfolgen und Schäden an den Sehnerven vermieden werden. Für den Patienten bedeutet das rechtzeitige Erkennen von Schwankungen und Spitzen des Augeninnendrucks eine Risikominderung für das Auftreten von Folgeschäden wie großflächigen Gesichtsfeldausfällen oder Erblindung.

Beteiligte

Konsortialführer:

Universitätsklinikum Münster, Klinik für Augenheilkunde

Partner:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, Sankt Augustin

Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Dortmund

BARMER, Wuppertal

DAK-Gesundheit, Hamburg

IKK classic, Dresden

AOK NordWest, Hagen

Förderung

Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

Laufzeit

01.12.2019 - 30.11.2022