HörGeist
Steckbrief

Ein Programm zur niedrigschwelligen Identifikation und Behandlung von Hörstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung
Ziel
Hinweis: Dieses Projekt ist abgeschlossen.
Menschen mit geistigen Behinderungen leiden vermehrt unter Hörstörungen. Diese werden häufig nicht erkannt, da sie durch eine beeinträchtigte Kommunikationsfähigkeit verschleiert werden. Dabei lassen sich Hörstörungen verhindern oder effektiv behandeln, wenn regelmäßige Ohrkontrollen und Hörtests durchgeführt werden.
Das Projekt soll nachweisen, dass ein relevanter Teil der Menschen mit geistiger Behinderung unter einer unentdeckten Hörstörung leidet und dass man diese am besten durch regelmäßige Hörtests im Lebensumfeld dieser Menschen aufdecken und nachverfolgen kann. Hierzu erhalten 1.050 Menschen mit geistiger Behinderung in ihrem Lebensumfeld oder, zum Vergleich, auf Einladung in der Klinik ein Hörscreening. Liegt eine Hörstörung vor, wird eine Therapie eingeleitet und der Verlauf kontrolliert. Nach einem Jahr erfolgt ein zweites
Screening
mit Prüfung des bisherigen Therapieergebnisses.
Im Erfolgsfall wird die neue Versorgungsform dazu beitragen, die regelmäßige Erfassung, Diagnostik und Versorgung von Hörstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung und damit ihre kommunikativen Möglichkeiten zu verbessen. Das sollte ihre Selbständigkeit und ihre soziale Teilhabe befördern.
Beteiligte
Konsortialführung:
Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie, Universitätsklinikum Münster, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Konsortium:
AOK Rheinland/Hamburg
Universität Duisburg-Essen
Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH
Universität zu Köln
Universität Bremen
Förderung
Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.
Laufzeit
01.09.2020 – 31.08.2023