Der ATLAS stellt vor: Das NRW Förderprojekt ENQuIRE
Steckbrief

Qualitätsindikatoren in der Notaufnahme
Ziel
Die kontinuierlich steigende Anzahl von Patienten in den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser unterstreicht die zentrale Rolle der Notaufnahmen in der Notfallversorgung der Bevölkerung. Zur Steigerung der Effizienz und Verbesserung der Qualität der Notaufnahmen bedarf es standardisierter Kriterien zur Erfassung von Struktur- und Prozessqualität. Aktuell werden Qualitätsindikatoren diskutiert, deren prognostische
Validität
bzgl. patientenrelevanter Outcomes ungenügend untersucht sind. Indikatoren, welche die tatsächliche Ergebnisqualität von Notaufnahmen widerspiegeln, sind aktuell aus klinischen Routinedaten nicht zu ermitteln und nur prospektiv zu erheben.
Das Projekt ENQUIRE unter der Konsortialführung der Universitätsklinik für Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Magdeburg soll dazu beitragen, den Zusammenhang von Qualitätsindikatoren in Notaufnahmen und dem patientenrelevanten
Outcome
besser zu verstehen. Dazu werden in einer prospektiven Kohortenstudie Primärdaten, klinische Daten aus Notaufnahmen und sektor-übergreifende Abrechnungsdaten der Techniker Krankenkasse (TK) aus vier Quartalen vor und nach dem Notaufnahmekontakt verknüpft. Für ausgewählte Gruppen werden zusätzlich Daten zur gesundheits-bezogenen Lebensqualität (patient-reported outcomes) 6-8 Wochen nach dem Notaufnahmekontakt erhoben. In die Datenerhebung und Analyse werden deutschlandweit 15 Notaufnahmen einbezogen, in denen bereits eine standardisierte elektronische Dokumentation nach dem Datensatz Notaufnahme der DIVI e.V. erfolgt. Über die Evaluierung von Qualitätsindikatoren für Notaufnahmen soll die Patientenversorgung durch ein wissenschaftlich fundiertes Qualitätsmanagement in Notaufnahmen langfristig verbessert werden.
Beteiligte
Konsortialführung:
Universitätsklinikum Magdeburg
Konsortium:
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg
< ahref="https://www.atlas-digitale-gesundheitswirtschaft.de/netzwerk/prof-dr-rer-medic-rolf-lefering/"> Universität Witten/Herdecke
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Hochschule Niederrhein, Krefeld
Techniker Krankenkasse, Hamburg
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Universitätsklinikum Aachen
Förderung
Das Projekt wird vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) gefördert.
Laufzeit
2020 - 2024