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publisher: "Lehrstuhl für Management und Innovation im Gesundheitswesen, Universität Witten/Herdecke"
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# EXPERT

Steckbrief

![Logo EXPERT](https://www.atlas-digitale-gesundheitswirtschaft.de/mensch/assets/bilder/wp-content/uploads/2022/08/Bild13-2.png)

Extremitätenboards zur Prozessoptimierung, Evaluation, Risikominimierung und Therapieoptimierung bei Frakturen mit Weichteilschäden oder post-operativer Infektion der unteren Extremitäten im Traumanetzwerk

### Ziel

Die moderne Medizin in Deutschland ermöglicht durch die hohe Spezialisierung in den einzelnen Fachdisziplinen eine Versorgung auf höchstem Niveau. Besteht jedoch bei Patienten die Notwendigkeit einer interdisziplinären Abstimmung in Diagnostik und Therapie, so zeigt sich ein großes Defizit in der strukturierten Vernetzung der einzelnen Disziplinen. Noch deutlicher zeigt sich die mangelnde Bereitstellung dieser summativen Expertise für Krankenhäuser, welche nicht sämtliche Fachdisziplinen vorhalten können. Durch diese mangelnde Vernetzung und Bereitstellung entstehen vermeidbare Kosten, die sich dank schneller und effizienter interdisziplinärer Therapieentscheidungen senken lassen.

Hier setzt das Projekt EXPERT an, welches einen telemedizinischen Zugang zu einem simultanen interdisziplinären Expertenforum eröffnet. Dieses Forum soll eine beschleunigte und interdisziplinäre Therapieempfehlung und einen zeitigen Therapiebeginn ermöglichen. Des Weiteren sollen unnötige Untersuchungen und Therapien vermieden und standardisierte diagnostische Pfade etabliert werden. Die Expertinnen und Experten des Extremitätenboards kommen aus verschiedenen Fachgebieten im universitären Umfeld und verfügen über spezifisches Wissen und Erfahrung in der Behandlung schwieriger und seltener Fälle von Frakturen mit offenem Weichteilschaden oder postoperativen Komplikationen.

Im Erfolgsfall kann die Einrichtung eines solchen Extremitätenboards zu einer beschleunigten interdisziplinären Therapieempfehlung an Krankenhäusern sämtlicher Versorgungsstufen führen. Eine Ausweitung auf das Gesundheitssystem könnte durch bereits etablierte Netzwerkstrukturen in der Schwerstverletzten-Versorgung (Traumanetzwerk DGUâ) unterstützt werden.

### Beteiligte

Konsortialführung:

Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, Universitätsklinikum Münster, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Konsortium:

AOK Nordwest – Die Gesundheitskasse, Dortmund

BARMER, Wuppertal

Fachklinik Hornheide e. V., Münster

OFFIS e. V., Oldenburg

Steinbeis Hochschule Träger gGmbH, Berlin

Techniker Krankenkasse, Hamburg

Universität Bielefeld

### Förderung

Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

### Laufzeit

2022 - 2025

## Bilder auf dieser Seite

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