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title: "Der ATLAS präsentiert: Das NRW Förderprojekt CARE"
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type: "project"
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description: "Projektziel CARE: Entwicklung eines auf Algorithmen basierenden Präventionsmodell zur Risikoabschätzung von Psychoseentwicklungen"
publisher: "Lehrstuhl für Management und Innovation im Gesundheitswesen, Universität Witten/Herdecke"
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# Der ATLAS präsentiert: Das NRW Förderprojekt CARE

Steckbrief

![Logo CARE](https://www.atlas-digitale-gesundheitswirtschaft.de/mensch/assets/bilder/wp-content/uploads/2021/11/CARE_logo.png)

Computer-assistierte Risiko-Evaluation in der Früherkennung psychotischer Erkrankungen

### Ziel

Jedes Jahr sind etwa 20 Prozent der Menschen in Deutschland von einer psychiatrischen Erkrankung betroffen. Hierbei zählen Psychosen zu den kostenintensivsten Erkrankungen. Dies vor allem, da ihre oftmals schleichende, etwa durchschnittlich fünfeinhalb Jahre andauernde Entwicklung zumeist in der späten Adoleszenz, dem frühen Erwachsenenalter, nicht frühzeitig genug im Prodrom bzw. Hochrisiko (HR)-Stadium erkannt wird. Derzeit bestehen kaum spezialisierte Präventionsangebote. Dies führt dazu, dass Betroffene oft wenig zielgerichtet nach Hilfen suchen, die Kosten ihrer Behandlung weiter steigen und der Therapieerfolg ausbleibt.

Das Projekt CARE möchte durch ein innovatives Präventionsmodell erstmals eine verbesserte, effiziente Risikoabschätzung von Hochrisiko -Patientinnen und -Patienten erreichen, auf deren Basis eine individuelle Frühbehandlung erfolgt. Die Abschätzung des Risikos einer Psychoseentwicklung und/oder von Funktionseinbußen in den nächsten zwölf Monaten erfolgt mittels Algorithmen, die Methoden der Künstlichen Intelligenz

(KI)

zur Verarbeitung multimodaler (Klinik, Testpsychologie, cMRT u. a.) Daten der Patientinnen und Patienten nutzen. Darauf basierend erfolgt eine risikostratifizierte individuelle, modular gestaltete Psychotherapie über sechs Monate.

Im Rahmen einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Studie werden Patientinnen und Patienten mit KI-gestufter Diagnostik und risikoadaptierter Behandlung mit einer Kontrollgruppe verglichen, die gemäß der Regelversorgung behandelt werden. Anschließend werden die Kostenfaktoren der neuen Versorgungsform in einer gesundheitsökonomischen Evaluation ausgewertet. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 9,5 Millionen Euro gefördert. Im Erfolgsfall kann durch das Projekt CARE eine risikostratifizierte und personalisierte Diagnostik und Therapie entwickelt werden, um psychiatrische Erkrankungen zu verhindern oder Krankheitsverläufe deutlich abzumildern.

### Beteiligte

Konsortialführung:

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, LWL-Klinikum

Konsortium:

AOK Rheinland/Hamburg, Düsseldorf

Bergische Universität Wuppertal

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

DAK-Gesundheit, Hamburg

Helios Klinikum Schleswig

Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

LVR-Klinik Bonn

LWL-Universitätsklinikum Bochum

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Rheinhessen-Fachklinik Alzey

Techniker Krankenkasse, Hamburg

Technische Universität Dresden

Universität Bern

Universität zu Köln

Universität Konstanz

Universität Leipzig

Universität zu Lübeck

Universitätsklinikum Aachen

Universitätsklinikum Bonn

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Universitätsklinikum Köln

Universitätsklinikum Münster

Universitätsklinikum Tübingen

Universitätsklinikum Würzburg

Vivantes Netzwerk Gesundheit GmbH, Berlin

Vorwerker Diakonie gGmbH, Lübeck

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

### Förderung

Das Projekt wird vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) gefördert.

### Laufzeit

2021 – 2024

## Bilder auf dieser Seite

- Logo CARE: ../../mensch/assets/bilder/wp-content/uploads/2021/11/CARE_logo.png

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